Fassade des Gymnasiums Kaiser-Friedrich-Ufer Hamburg
Eindrücke vom Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer Hamburg

Was gibt es Neues am KaiFU?

Aus Klein wird Groß...

Am vergangenen Freitag suchte eine Gruppe von KaiFU-Schülerinnen gemeinsam mit Frau Kühnemund und Frau Danielsson die Messehallen auf um dort einen kleinen Beitrag zur Flüchtlingshilfe zu leisten. Was sie dort konkret tun konnten, hat Milena aus der 10d für euch zusammengefasst.

4. September 2015, in Deutschland finden tausende Menschen ihre ersten Stunden der Ruhe. Ohne Reisestrapazen, ohne Flucht, ohne Krieg. So auch in Hamburgs Messehallen. Dorthin macht sich auch ein Teil des zehnten Jahrgangs des Gymnasiums am Kaiser-Friedrich-Ufer auf. Jeder Schüler brachte einige Dinge von zuhause mit, die dort nicht mehr benötigt wurden, oder kaufte vorher Hygieneartikel wie Zahnbürsten oder Shampoo ein.

Als wir ankamen, fiel mir auf, dass die Flüchtlinge durch einen Zaun plus Sichtschutz von uns getrennt waren, es kam mir vor, als dürften wir sie nicht sehen. Direkt vor der großen Halle gab es einen kleinen Platz, wo die Ankommenden die Sachen, die sie mitgebracht hatten, sortieren konnten. Dies stellte sich jedoch schnell als Herausforderung dar, denn die gesamte Situation, wie auch der Platz waren ziemlich unübersichtlich. Ich konnte einen Blick in die Halle werfen und einfach nicht begreifen wie viele Menschen dort drinnen waren. Und wie viele Spenden dort angekommen waren und immer noch ankamen. Ich hatte nicht erwartet, dass die komplette Halle mit Kartons gefüllt sein würde und mittendrin so viele Menschen, die meisten zwischen 12 und 40 Jahre alt, rumwuselten und helfen wollten.

Als alle meine Sachen sortiert waren, betrat ich die Halle. Immer noch verblüfft, habe ich dann meinen Rucksack abgegeben und ein Stück Klebeband mit meinem Namen drauf bekommen, welches ich mir an die Schulter klebte. In der Halle zwischen all den Kartons, bekamen wir dann Anweisungen, was wir tun konnten. Wir sollten die Kartons von einem Stapel zu einem anderen bringen. Schnell gingen alle los, packten einen Karton und trugen ihn zu seinem neuen Platz am anderen Ende der Halle. Alles kam mir sehr unkoordiniert vor und man wusste nicht immer genau, ob man am richtigen Lagerplatz war oder doch komplett falsch.

Nach 20 Minuten Kartons tragen, war ich spürbar erschöpft, dennoch suchte ich nach einer weniger körperlich anstrengenden Aufgabe. Schließlich fand ich weitere Helfer, die eine andere Aufgabe hatten. Sie stellten die Kartons, sortiert nach Größe, auf Europaletten. Dies war zwar nicht weniger anstrengend, jedoch zumindest eine Abwechslung. Als der einstige Riesenstapel sehr schnell geschrumpft war, ging ich wieder auf die Suche nach Helfern, die meine Unterstützung brauchten.

Nahe des Eingangs wurde ich fündig, zuerst sah es für mich nach einem großen Durcheinander aus, doch irgendwann bemerkte ich, dass ich in der Baby/Kleinkind-Kleidungs-Ecke gelandet war. Die Unmengen an Babysachen, die gespendet wurden, wurden hier nach Geschlecht und Größe sortiert. Die einheitlichen Sachen habe ich dann gefaltet und in Kisten gelegt, beschriftet und zugeklebt, damit sie zu den Auffangstationen geschickt werden konnten. Um 12 Uhr dann haben wir uns draußen getroffen, um gemeinsam zur Schule zurück zu fahren.

Die Aufgaben, die ich in den Messehallen übernommen habe, kamen mir im ersten Moment nicht wirklich bedeutend vor. Aber ich glaube, dass es genau das ist, was echte Hilfe ausmacht:

Selbst einen kleinen Teil beitragen, damit etwas Großes herauskommt.

Text: Milena Behle 10d

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