Fassade des Gymnasiums Kaiser-Friedrich-Ufer Hamburg
Eindrücke vom Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer Hamburg

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Girls' Day: Noch ein spannender Bericht

Frieda aus der 6. Klasse berichtet über ihre Erlebnisse am Bernhard-Nocht-Institut. Hier erfahrt hier, was dieses Institut mit der Cholera zu tun hat und wie sie Amöben grün einfärbte.

Am 23.04. war Girls' and Boys' Day.

Ich war im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM). Bernhard Nocht war ein Artzt/Forscher bei der Marine, also verbrachte er sein Leben überwiegend auf einem Schiff. Die Cholera Forschung hatte es im besonders angetan. Und wie es der Zufall wollte, wurde die Cholera in Hamburg über den Hafen eingeschleppt. Also fragte Hamburg Bernhard Nocht um Hilfe. Da er seine Arbeit so gut gemacht hatte, wollte man, dass er da blieb.

Am Girls' Day haben wir jedoch nicht an Cholera geforscht. Wir haben Amöben angefärbt und haben sie uns am Ende unter dem Mikroskop angeguckt, doch bis dahin waren noch 22 Schritte zu machen. Als aller erstes wurden wir in Gruppen eingeteilt und danach haben wir Schutzkleidung bekommen, einen weißen Kittel und Gummihandschuhe. Jetzt konnten wir endlich beginnen: Wir bekamen ein kleines Fläschchen, in dem die Amöben in einer Nährlösung enthalten waren. Diese Nährlösung gießt man bis auf einen kleinen Rest ab. Das kleine Fläschchen musste kräftig durchgeschüttelt werden, um die Amöben von den Wänden abzulösen. Dann wurde 4 Minuten lang zentrifugiert. Nach acht weiteren Schritten kamen wir dann zum Färben. Als wir damit fertig waren, mussten die Amöben für 15 min. für 37 C° in den Heizblock gestellt werden. Während der Wartezeit haben wir Pipettieren geübt, indem wir eine Platte mit ganz vielen kreisförmigen Vertiefungen bekamen, wo wir mit gefärbtem Wasser einen Hasen reinpipettieren mussten. Dann wurden die Amöben ein wenig gesäubert und für 20 min. in den Heizblock gestellt.

 

Während dieser Zeit habe ich mit Dr. Hannah Bernin ein Interview geführt:

- Was ist Ihr Beruf hier?

Ich habe an der Uni Hamburg Biologie studiert und meine Abschluss Arbeit hier gemacht.

- Warum haben Sie Biologie studiert?

Weil ich mich für die Natur und Tiere interessiere, außerdem finde ich es interessant, wie der Körper funktioniert, also wie man krank wird etc.

- Was mögen Sie an Ihrem Beruf am liebsten?

Spannende Aufgaben wie Experimente und Sachen neu entdecken, oder eben wie es zu einer Erkrankung kommt.

-Wie lange haben Sie studiert?

Für meinen Bachelor in Biologie habe ich 3 Jahre gebraucht, für meinen Master 2 Jahre und für meine Doktorarbeit wieder 3 Jahre, also insgesamt habe ich 8 Jahre lang studiert.

 

Als der Heizblock fertig war, wurde noch einmal kurz zentrifugiert, die Amöben gewaschen, noch einmal zentrifugiert und noch einmal gewaschen. Jetzt hatten wir gefärbte Amöben, die wir auf ein Gläschen pipettieren mussten. Und endlich war der große Moment gekommen. Jetzt konnten wir uns nach so viel Arbeit das Ergebnis angucken... Unter dem Mikroskop wimmelte es nur so vor minikleinen Amöben und wenn man ein spezielles Licht darauf fallen ließ, fluoreszierten sie allesamt grün. Das war ein spannender, interessanter und lehrreicher Tag. Ich freue mich schon auf den nächsten Girl's day um in eine neue Welt des Wissens einzutauchen.

 

Text und Bilder von Frieda Marggraff


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